GANZ AUS DEM HÄUSCHEN

 

>> PRODUKTIONEN ÜBERSICHT

Ein Hauskonzert mit ernstzunehmenden Nebengeräuschen

 

Endlich dürfen Mixer, Computer, unerledigte Papierstösse oder Klettverschlüsse ihre klanglichen Möglichkeiten entfalten und sich neben grossen  Meistern wie Beethoven, Händel, Friedrich Holländer oder Tom Waits einreihen, ja sich sogar solistisch profilieren!

Hausmusik. Musik im und aus dem Haus. Musik mit häuslichen Nebengeräuschen. Nebengeräusche, die ungeahnte und unerwartete musikalische Ressourcen offenbaren. 

Ganz selbstverständlich verbinden die drei Musikerinnen diese ungewöhnlichen, häuslichen Instrumentarien mit ihren gewohnten Instrumenten – Klavier, Flöte und Gesang.

Kein Zweifel, hier tritt ins Rampenlicht, was im Verborgenen schlummerte und nur darauf wartete, entdeckt zu werden.

 

 

Eine Produktion des Ensemble Miroir

 

Mitwirkende

Annette Labusch, Sängerin

Claire Genewein, Flötistin

Stefi Spinas, Pianistin

 

Nelly Bütikofer, Regie

Pedro Zimmermann, Produktionsleitung

 

Première: 23. September 2015

 

Theater Stok

Hirschengraben 42

8001 Zürich

 

Mit Klett und Klang
Das Ensemble Miroir spielt erst zu nehmende Nebengeräusche. Und dazu tolle Musik

Von Bruno Rauch

Hausmusik! Oh nein, bitte nicht dieses Blöckflötengetröte, unterlegt mit betulichem Geigengekratze und wackligem Klaviergeklimper in der guten Stube. Hausmusik, wie sie das Trio Miroir versteht, kitzelt ganz andere Klänge aus dem häuslichen Alltag hervor. Für ihr Potpourri „Ganz aus dem Häuschen“ haben die musikalischen Haushälterinnen (Annette Labusch, Gesang; Claire Genewein, Flöte; Stefi Spinas, Klavier) genau hingehört. Hingeguckt. Und auch Hand angelegt. Da kommt eine elektrische Orangenpresse bei einem rossinischen Andante auf Touren, um beim Allegro ganz durchzudrehen, weil ihr ein Stabmixer die Kadenz versaut. Ein Eierschneider hat in einer Mazurka von Lourié seinen grossen Auftritt als Harfe, gezupft von – nein, nicht einer langhaarigen Harfenistin, sondern einem spitzfingrigen Milchschäumer. Singende Gläser geben sich unbeeindruckt von drei röhrenden Staubsaugern. Wo Frühlingsputz, da Frühlingssonate. Und wo Bachs Kaffeekantate, da Bialettis Kaffeemaschine. Hören, sehen, riechen Sies? Das ungewöhnliche Hauskonzert vereint grosse Musik von Händel bis Tom Waits sowie kleine Geräusche von Klettverschluss bis Gummischaber zu einer optischen Sinfonietta domestica – Klänge, die wir schon oft und doch nie so gehört haben.

 

 

 

Pressebilder hochauflÖsend