wie wang-fu errettet wurde

 

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Eine Performance über die Kraft der Vorstellung mit Musik, Tanz und Wort

 

Premiere: 19. November 2004
Fabrik Theater Rapperswil

 

Der greise Maler Wang-Fu und sein Schüler Ling bereisen das Königreich Han. Eines Tages werden sie festgenommen und in den Kaiserpalast verschleppt, denn der Kaiser will sich für eine alte Enttäuschung rächen: Bis in seine Jugend wuchs er in einem geschlossenen Raum mit Bildern von Wang-Fu auf, die seine Vorstellung über die Welt prägten. Die Vorfreude auf seine Herrschaft über ein derart schönes Reich schlug in Ekel um, als dem jungen Herrscher erstmals ein Ausflug in die Wirklichkeit erlaubt wurde. Nun sinnt der Kaiser auf Rache, und Wang-Fu und seinem Schüler droht grausame Bestrafung. Die beiden finden jedoch einen überraschenden Ausweg …

 

In der Geschichte von Marguerite Yourcenar tauchen die Figuren ganz in die Welt der Bilder ein und lassen damit auch für den Betrachter eine Welt entstehen. Dies schafft Raum für eigene Bilder, ermöglicht eigene Fantasien.
Wir erzählen diese Geschichte mit den Mitteln von Musik, Tanz, Sprache und Bild. Eine Tänzerin verbindet die Welt der Bilder, der Musik und der Sprache mit ihren tänzerischen Aktionen untereinander. Die Musikerinnen werden zum musizierenden Bild, der Schauspieler wechselt von der Figur des Erzählers zu den Figuren innerhalb der Geschichte. Bei diesem Spiel lotet jede Kunstsparte ihre Möglichkeiten und ihre eigenen Ausdrucksformen aus. Keine Bebilderung soll dabei entstehen, vielmehr eine gegenseitige Bereicherung und Weite, die die vielschichtige und hintergründige Geschichte des Malers Wang-Fu sinnlich erlebbar macht.

 

Programm

TEXT
Marguerite Yourcenar (1903–1987):
Wie Wang-Fu errettet wurde.
Aus: Orientalische Erzählungen

 

MUSIK
Johann Sebastian Bach (1685–1987):
aus der Partita in B-Dur für Klavier

 

Jean-Jacques Dünki (*1948):
PIPIA für Flöte und Klavier

 

Francis Poulenc (1899–1963):
aus der Sonate für Flöte und Klavier

 

Sergej Prokofiew (1891–1953)
aus der Sonate für Flöte und Klavier op. 94

 

Steve Reich (*1936):

Vermont Counterpoint für Flöte solo

 

Mitwirkende

Flötistin: Claire Genewein
Pianistin: Stefi Spinas
Tänzerin: Claire Birrfelder-May
Schauspieler:Mathias Wendel

Konzept: Kathrin Siegfried
Choreografie und künstlerische Mitarbeit:
Nelly Bütikofer
Technik: Roger Stieger
Produktion: Ensemble Miroir

 



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