Ganz aus dem Häuschen

GANZ AUS DEM HÄUSCHEN / Ein Hauskonzert mit ernstzunehmenden Nebengeräuschen. / 2015

Ganz aus dem Häuschen

Ein Hauskonzert mit ernstzunehmenden Nebengeräuschen

Mitwirkende
Annette Labusch, Sängerin
Claire Genewein, Flötistin
Stefi Spinas, Pianistin

Nelly Bütikofer, Regie
Sinikka Jenni, Produktionsleitung
info@ensemblemiroir.ch

Endlich dürfen Mixer, Computer, unerledigte Papierstösse oder Klettverschlüsse ihre klanglichen Möglichkeiten entfalten und sich neben grossen  Meistern wie Beethoven, Händel, Friedrich Holländer oder Tom Waits einreihen, ja sich sogar solistisch profilieren!

Hausmusik. Musik im und aus dem Haus. Musik mit häuslichen Nebengeräuschen. Nebengeräusche, die ungeahnte und unerwartete musikalische Ressourcen offenbaren.

Ganz selbstverständlich verbinden die drei Musikerinnen diese ungewöhnlichen, häuslichen Instrumentarien mit ihren gewohnten Instrumenten – Klavier, Flöte und Gesang.

Kein Zweifel, hier tritt ins Rampenlicht, was im Verborgenen schlummerte und nur darauf wartete, entdeckt zu werden.

Eine Produktion des Ensemble Miroir

Trailer 4:38


Pressebilder Hochauflösend

Première: 23. September, 2015
Theater Stok, Zürich

Letzte Auftritte:

  • Bühne Fasson, Lachen
  • kunstraum riss, Samedan
  • Sternenkeller, Rüti
  • Konzerte im Rathaus, Thun
  • Seeburg, Uttwil
  • kunsthaus ettal (D)
  • u.a.

Wir führen diese Aufführung auch bei Ihnen zuhause auf!
Nehmen Sie
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oder Tel. 044 362 00 44

Mit Klett und Klang
Das Ensemble Miroir spielt erst zu nehmende Nebengeräusche. Und dazu tolle Musik

Von Bruno Rauch

Hausmusik! Oh nein, bitte nicht dieses Blöckflötengetröte, unterlegt mit betulichem Geigengekratze und wackligem Klaviergeklimper in der guten Stube. Hausmusik, wie sie das Trio Miroir versteht, kitzelt ganz andere Klänge aus dem häuslichen Alltag hervor. Für ihr Potpourri „Ganz aus dem Häuschen“ haben die musikalischen Haushälterinnen (Annette Labusch, Gesang; Claire Genewein, Flöte; Stefi Spinas, Klavier) genau hingehört. Hingeguckt. Und auch Hand angelegt. Da kommt eine elektrische Orangenpresse bei einem rossinischen Andante auf Touren, um beim Allegro ganz durchzudrehen, weil ihr ein Stabmixer die Kadenz versaut. Ein Eierschneider hat in einer Mazurka von Lourié seinen grossen Auftritt als Harfe, gezupft von – nein, nicht einer langhaarigen Harfenistin, sondern einem spitzfingrigen Milchschäumer. Singende Gläser geben sich unbeeindruckt von drei röhrenden Staubsaugern. Wo Frühlingsputz, da Frühlingssonate. Und wo Bachs Kaffeekantate, da Bialettis Kaffeemaschine. Hören, sehen, riechen Sies? Das ungewöhnliche Hauskonzert vereint grosse Musik von Händel bis Tom Waits sowie kleine Geräusche von Klettverschluss bis Gummischaber zu einer optischen Sinfonietta domestica – Klänge, die wir schon oft und doch nie so gehört haben.