Miroir et ses amies

ses-amies_1

Das Ensemble Miroir hat ein neues Format gegründet;

Bei Miroir et ses amies geht die Initiative für geplante Projekte jeweils von einem Mitglied des Ensembles Miroir aus. Für die Realisation der Kreation stossen andere Künstler:innen aus verschiedenen Kunstsparten, eingeladen von der jeweiligen Initiantin, dazu. Der künstlerische Rahmen wird dadurch erweitert, die drei Musikerinnen können spezifische und spezialisierte eigene Ideen verwirklichen, «Verzweigungen» in verschiedene Richtungen werden möglich.

Von Miroir et ses amies findet aktuell das Festival „AUFGESTOKT 2.0“ im Theater Stok in Zürich statt. Das Programm: https://ensemblemiroir.ch/aktuell-2/

 

Diese neue Reihe begann mit dem Programm

«LUFTSCHLOSSGÄRTNERINNEN»,
einer Hommage an die im letzten Jahr viel zu früh verstorbene Lyrikern Andrea Maria Keller. In LUFTSCHLOSSGÄRTNERINNEN bringen die Pianistinnen Stefi Spinas und Eva Schwaar, die Schauspielerin Michaela Wendt und die Regisseurin Nelly Bütikofer Andrea Maria Keller’s Werk, verwoben mit viel vierhändiger Musik, auf die Bühne.

Im Rahmen des Miroir-Festivals „AUFGESTOKT“ 2024 kommen weitere Formationen hinzu:

«ENSEMBLE MIROIR MEETS WEBER/NILL»
Ein Ping-Pong zwischen „Ganz aus dem Häuschen“, dem Hauskonzert mit ernstzunehmenden Nebengeräuschen und „Flügel und Zeugs“

Mit der Produktion „Ganz aus dem Häuschen“ hat das Ensemble Miroir sämtliche, zur Verfügung stehende Gegenstände des Haushalts (vom Staubsauber über die Eieruhr bis hin zur Freitagtasche) auf ihre Bühnentauglichkeit und akustischen Möglichkeit untersucht und in Musikstücke integriert. Mehr Hausmusik geht fast nicht. Fast! Denn nun wird das oft gespielte Programm bereichert durch zwei ebenso experimentierfreudige Musiker*innen: Die Pianistin Katharina Weber und der durch die Formation „Stiller Haas“ bekannte Percussionist Balts Nill bringen ihre eigenen Klang-Kreationen mit ins Theater Stok. Balts Nill hat ein ganz eigenes Schlagzeug zusammengestellt, zum grossen Teil aus Abfallbüchsen und andern Gebrauchsmetallgegenständen, denen er mit äusserst feinem Gehör für ihre Klangqualitäten zu einem zweiten Leben verhilft. Die Verbindung mit dem Konzertflügel, ein höchst elaboriertes Instrument, welchen Katharina Weber zum Klingen bringt, ist eine grosse Herausforderung für das Zusammenspiel.

Durch das Zusammentreffen der beiden Ensembles entsteht ein musikalisches Pingpong-Spiel bei dem die ungewöhnlichsten Klang-Bälle durch den Raum fliegen werden!

Katharina Weber, Klavier
Balts Nill, Perkussion
Annette Labusch, Gesang
Claire Genewein, Flöte
Stefi Spinas, Klavier

«ZUGABE – ICH GEBE ALLES ZU!»
Bei Licht betrachtet ist das ganze Leben doch eine einzige Zugabe. Ei trifft auf Samen und alles, was danach kommt: Zugabe! Und schliesslich wissen wir doch alle: so richtig entspannt sind Musiker*innen und Publikum vor allem bei der Zugabe. Und deshalb gibt es nun ein ganzes Programm mit Zugaben. Denn Labusch gibt alles zu. Singt selber ausgedachte Wahrheiten, begleitet am Akkordeon. Und erzählt Begebenheiten, die vielleicht mal passiert sind – wer weiss das schon so genau.

Annette Labusch, Stimme und Akkordeon

«NICHT GANZ ALLEIN»
Musik ist Sprache – Sprache ist Musik. Zeitlos, vertraut und fremd
Performance für eine Musikerin und eine Schauspielerin.

Bachs E-Dur Präludium und Volksmusik aus Dänemark? Ein Tanz von Penderecki und Bluegrass aus den USA? Und das alles für eine Bratsche allein? Und was hat das mit dem Baldanders von Grimmelshausen oder einem Poetry Slam über eine Schnecke von Nora Gomringer zu tun? 

Unter dem Titel „Nicht ganz allein“ treffen eine Musikerin und eine Schauspielerin und damit Musikstücke und Poesie aus ganz verschiedenen Zeiten und Stilen aufeinander. Ein weit gespannter Bogen, der von Barock über Folk aus verschiedenen Ländern bis in die Moderne reicht. In der Poesie spiegelt sich die Musik – ihr Ausdruck, ihr Rhythmus oder die Zeit, aus der sie stammt. Zeitlos, vertraut und fremd.

Mit Musik von J.S.Bach, J.P. Westhoff, F.A. Hoffmeister, Penderecki, Armin Schibler, Noldi Alder, Folk aus Dänemark und der Schweiz und Texten von v.Grimmelshausen, Franz Hohler, Nora Gomringer, J.F.v. Eichendorff, Kae Tempest, Hermann Hesse u.a.

Annette Labusch, Stimme und Ursula Sarnthein, Bratsche

«POURQUOI LE ROSSIGNOL»
Flötenduette aus sieben Jahrhunderten auf den Instrumenten ihrer Zeit
«Pourquoy le Rossignol» steht für eine ausserordentliche Vielfalt im Kleinen, es werden acht verschiedene Flöten gespielt.
Das Konzert gibt Einblick in die verschiedenen Klangwelten der geschichtlichen Entwicklung der Querflöte und will ihre Vielfalt an Klangfarben und Stimmungen anhand von Duos sinnlich erfahrbar machen.
Werke von P.D. Philidor, C.L.E. Koechlin, J.R.D. Francaix, T. Takemitsu, I. Yun, W.A. Mozart, G.P. Telemann, A. Reicha. Ausserdem konnten wir für dieses Konzert Jean-Jacques Dünki für einen Werkauftrag gewinnen.

Marie-Claire Goldwein Duo
Claire Genewein und Maria Goldschmidt

 

ENSEMBLE MIROIR: „AUFGESTOKT 2.0“


Festival mit Miroir et ses amies im Theater Stok,
26. Februar – 8. März 2026

Theater Stok
Hirschengraben 42
8001 Zürich

26. Februar 2026 bis 8. März 2026

Tickets: Fr. 35.- / 30.- (AHV) / Fr. 20.- (Legi), TWINT und Bar

Vorverkauf: www.eventfrog.ch

Reservation: info@ensemblemiroir.ch
T 079 923 49 51
Festivalpass: Fr. 120.- über info@ensemblemiroir.ch bestellen

Abendkasse und Barbetrieb jeweils 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn

Wir danken für die freundliche Unterstützung:

 

Kanton Zürich Fachstelle Kultur

 

Madeleine und Albert  Erlanger-Wyler-Stiftung
Gönner:innen des Ensemble Miroir

26.Februar, 20.00 Uhr  und 8. März, 17.00 Uhr
„Campariearien“
Wie die Bilder des Herrn Hohenstein dem Müll entkamen

Ensemble Miroir:
Annette Labusch, Stimme
Claire Genewein, Flöten
Stefi Spinas, Klavier

Bilder von Adolfo Hohenstein und Angelika Marschall
Musik von Giacomo Puccini, Lilli Boulanger, Louis Armstrong, Giuseppe Verdi, Dominique Grandjean, Kurt Weill, Tom Waits u.a.
mehr …

27. Februar, 20.00 Uhr
„Ganz spontan einstudiert – ein Liederabend mit Akkordeon“. Erstaufführung

Annette Labusch, Stimme und Akkordeon

Ein Liederabend. Und alles ganz spontan ausgedacht. Im Moment kreiert. Ohne Netz und doppelten Boden. Krass. Jedes Wort, jedes Lied entsteht in dieser Sekunde live vor Publikum! Ist denn so etwas möglich? Nein, natürlich nicht. Aber man kann ja so tun als ob. Annette Labusch sitzt an einer Schreibmaschine und ihrem Akkordeon und lässt Worte und Töne purzeln. Scheinbar unvorbereitet. Scheinbar…
Songs und Texte in hochdeutscher Sprache.
Für alle Worte und Töne ist Annette Labusch selbst verantwortlich.
mehr …

28. Februar, 20.00 Uhr
„Konzert zu vier Händen“. Erstaufführung

Klavierduo Eva Schwaar und Stefi Spinas

Die zwei Pianistinnen freuen sich besonders auf die Interpretation der Fantasie zu vier Händen in f-moll von Franz Schubert, eines seiner bedeutendsten Werke, geschrieben in seinem letzten Lebensjahr. Es erklingen weitere attraktive, musikalische Kompositionen: Maurice Ravel: „Ma mère l’oye“. Die erfrischende Sonate von Francis Poulenc und David Langs „Gravity“. Das Stück „Milkyway/Milchstrasse“ des estnischen Komponisten Urmas Sisask ist mit ihrem eindringlichen aparten Reiz eine echte Entdeckung. Ein besonderes Highlight bildet „Monaden II „eine Auftragskomposition an Margrit Schenker.

1. März, 17.00 Uhr
„Miss Fozzard findet ihre Füsse“ – eine Lesung mit Musik. Erstaufführung

Ensemble Miroir:
Annette Labusch, Stimme
Claire Genewein, Flöten
Stefi Spinas, Klavier

Was tut eine Frau im fortgeschrittenen Alter, wenn ihr vertrauter Podologe, dem sie alle Nöte und Sorgen anvertrauen kann, fortzieht? Die wunderbare Geschichte des britischen Schriftstellers Alan Bennett wird – in stark gekürzter Fassung – mit Klavier – und Flötenmusik aus allen Epochen angereichert, u.a. Isaac Albéniz, Astor Piazzolla, Friedrich Hollaender, Mike Batt, Armand Périlhou

2. März, 20.00 Uhr
„Tänze der Nacht“. Erstaufführung

Chava Consort:
Claire Genewein, Chiaki Zimmer und Hector Rodriguez, Renaissanceflöten
Nina Lecocq, Schlagwerk

Das Chava Consort lädt ein zu einer musikalischen Reise in die Klangwelt der Renaissance – mit Flöten, Trommeln und Fantasie. Tänze aus Frankreich, Italien, England und der Schweiz erzählen von festlichen Nächten, poetischer Melancholie und rhythmischer Lebensfreude.
Werke von Tielman Susato, John Dowland, Ludwig Senfl u.a. erklingen in lebendigen Arrangements für Renaissanceflöten und Schlaginstrumente. Ein Konzert zwischen Dämmerung und Licht, Tradition und Interpretation – sinnlich, verspielt und überraschend aktuell.

3. und 5. März, 20.00 Uhr
„Was siehst du, wenn du siehst“

Nelly Bütikofer, Noemi Di Gregori, Maria Vitulano
Produktion: IG Tanz Rapperswil

Die drei Tänzerinnen nutzen ihre unterschiedlichen Tanzstile und Ausdrucksformen, um mit dem Phänomen Interpretation zu spielen. Sie untersuchen, wie sehr Interpretieren Ausdruck von Freiheit ist und sein darf.  Im ersten Teil  präsentieren die Tänzerinnen eigene Soli. Die choreographischen Elemente, Narrative, Ausdrucksformen dieser Soli sind Stoff für die Inszenierung des zweiten Teils. Diese gehöder Frage nach, ob und wie das eingehen auf Anderes, unbekanntes die eigene Identität Authentizität und beeinflusst.
mehr …

4. März, 20.00 Uhr
„Stellt euch vor!“ Mutlieder, Machtworte und Erdgesänge

von und mit Olga Tucek, Stimme und Akkordeon

Wirkmächtige Mutlieder, tatkräftige Machtworte und poetisch feine Erdgesänge für grosse Wandelzeiten. Fürs Lebendige. Fürs Wilde. Fürs Zarte. Fürs Mitfühlende. Fürs „Sowohl-als-auch“. Für Mütter, Grossmütter und Töchter, für Schwestern und Gefährtinnen. Für Frauen. Für den UrGrund allen Lebens.
In Olga Tuceks Brust schlagen mehrere Herzen: Musikerin, Dichterin, Wanderin, Aktivistin, Spinnerin…In ihren Liederabenden kann sie ihre Liebe zu Tiefgang, Wohlklang, Reimrhythmen, Wortkaskaden, saftiger Komik und feinster Lyrik voll ausleben. Das Akkordeon ist ihr Orchester, Dialogpartner, Atmosphärenzauberkasten und zweite Lunge.
mehr …

6. März, 20.00 Uhr
„und tanzende Töne“

ensemble amaltea:
Julia Frischknecht, Gesang
Nevena Tochev, Violine
Dominik Blum, Klavier
Lukas Raaflauf, Cello

Traumtief am Tag tönt
Eigensinn
Kinder, Kunst, Kalamitäten
Tränen, Trost und tanzende Töne
Oh – und oben ein offenes Ohr
Noch neigt sich jemand, nickt nachdenklich
Innen die Idee vom Ich immerhinKann kreisen, kann klingen – du, komm mit!
~Li Mollet

Katharina Weber (*1958) – traumtief am Tag
Alexander Tcherepnin (1899-1977) – Klaviertrio Op. 34
Amy Beach (1867-1944) – 2 Songs Op. 100
Roger Quilter (1877-1953) – Three Pastoral Songs
Pēteris Vasks (*1946) – Castillo interior

Farbenfroh, verspielt und verträumt klingt „traumtief am Tag“ von Katharina Weber (Musik) und Li Mollet (Text) Die 2021 uraufgeführte Komposition wird umrahmt mit Werken von Alexander Tsherepnin, Peteris Vasks, Amy Beach und Roger Quilters.

mehr …

7. März, 20.00 Uhr
8.März, 11 Uhr

„Ach Elslein, liebes Elselein“ Erstaufführung

Deutsche Lieder aus der Zeit des frühen 16. Jahrhunderts

Mit einer Uraufführung von Jean-Jacques Dünki

Duo Goldwein & Freunde:
Claire Genewein, Maria Goldschmidt, Flöten
Ulrike Hofbauer, Sopran singt anstelle der erkrankten Bettina Pahn
Joachim Held, Laute

„Ach Elslein, liebes Elselein“ – dieses berühmte Liebeslied von Ludwig Senfl stand Pate für das vorliegende Konzertprogramm. Von der Renaissance bis in die Gegenwart schlagen wir einen weiten musikalischen Bogen. Im Zentrum stehen Lieder aus den Sammlungen von Hans Ott „Hundert und ainundzweintzig newe Lieder“, 1534 und„Teutsche Liedlein“, die Georg Forster zwischen 1539 und 1556 veröffentlichte. Sie geben einen Einblick in das Liedgut vom frühen 16. Jahrhundert in Deutschland, geprägt von Volksnähe, Schlichtheit und musikalischer Kunstfertigkeit.

Das Programm verbindet Werke von Komponisten wie Heinrich IsaacPaul HofhaimerHans Newsiedler und Jobst vom Brandt mit dem Liedschaffen Ludwig Senfls, dessen Melodie zu „Ach Elslein“ bis heute berührt.

Ein besonderes Highlight dieses Abends ist die Uraufführung eines neuen Werkes des Schweizer Komponisten Jean-Jacques Dünki, das sich auf poetische und klangliche Weise mit dem historischen Lied „Ach Elslein“ auseinandersetzt. Dünki greift Motive des Originals auf und transformiert sie in einen zeitgenössischen musikalischen Ausdruck.

Ensemble Miroir